Am kommenden Samstag, den 1. August lädt die Initiative »Faites votre jeu!« anlässlich ihres zwölften Geburtstags Freund*innen, Unterstützer*innen und alle Interessierten ins ehemalige Polizeigefängnis Klapperfeld ein, um die beiden Dauerausstellungen zu besuchen: Die Ausstellung im Keller behandelt die Entstehungsgeschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses und Nutzung während des Nationalsozialismus. Im 2. Stock findet sich die Ausstellung  »Raus von hier – Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld – 1955–2002«.

Aufgrund der aktuellen Situation können die Ausstellungen nur im Rahmen einstündiger Führungen besichtigt werden, die zwischen 15 und 20 Uhr stattfinden. Die Führungen starten alle 20 Minuten im Hof des Klapperfelds. Die Besucher*innen müssen im Haus einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das sonst anlässlich des Geburtstags stattfindende Sommerfest mit umfangreichem Rahmenprogramm muss dieses Jahr leider ausfallen.

Maja Koster von »Faites votre jeu!« erklärt: »Auch in diesem Jahr möchten wir das Klapperfeld als selbstverwalteten Raum für emanzipatorische Politik, Kultur und Geschichtsarbeit feiern – wenn auch unter gänzlich anderen Bedingungen. Trotz der Beschränkungen sind wir uns sicher, dass wir den Besucher*innen der Führungen einen guten Einblick in unsere Arbeit und einen interessanten Überblick über die Geschichte des Klapperfelds bieten können.«

Matthias Schneider, der ebenfalls im Klapperfeld aktiv ist, macht auf die Notwendigkeit linker Räume aufmerksam: »Die Morde, unter anderem in Hanau, Halle und Kassel, und die Bedrohungen durch den NSU 2.0 sind Ergebnis rechter Hetze in den Parlamenten, rassistischer Polizeistrukturen und der Marginalisierung ganzer gesellschaftlicher Gruppen. Neben den gesundheitlichen Folgen befeuert die Corona-Pandemie rechte Verschwörungsideologien die verstärkt die bereits massive ökonomische Ungleichheit. All das unterstreicht Notwenigkeit von Orten wie dem Klapperfeld, in den Menschen sich organisieren und für eine emanzipatorische Politik und Gesellschaft streiten können!«

Doch auch die linken und antirassistischen Zentren in Frankfurt sind von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Deshalb hat sich die Initiative »Faites votre jeu!« mit anderen Zentren in Frankfurt zusammengeschlossen um mit einer Crowdfunding-Kampagne Geld für den Erhalt der Zentren zu sammeln. Neben dem Klapperfeld sind das Centro in Rödelheim, der Community Space im Bahnhofsviertel, das ExZess in Bockenheim und das Internationales Zentrum (IZ) im Gallusviertel teil der Kampagne.

Koster beschreibt die Motivation einer gemeinsamen Spendensammlung: »Uns war es wichtig, keine individuellen Aufrufe zu starten. Wir wollen nicht in Konkurrenz zueinander stehen und setzen auf Solidarität. Wir wollen einander unterstützen, unabhängig davon, wie sehr wir als individuelle Projekte von den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen betroffen oder gar bedroht sind. Die Pluralität linker Projekte in Frankfurt sehen wir als eine große Stärke. Diese Vielfalt muss auch weiterhin erhalten bleiben.«

Abschließend ruft Schneider zur Unterstützung der Zentren auf: »Bitte unterstützt unsere Zentren mit einer Spende und verbreitet die Kampagne. Lasst uns zusammen dafür kämpfen, dass die aktuelle Situation unsere Zentren nicht in ihrer Existenz bedroht.«

Die Crowdfunding-Kampagne ist am 27. Juli auf der Plattform startnext.com gestartet und ist unter folgendem Link erreichbar: https://startnext.com/support-your-linkes-zentrum

Weitere Informationen zum Geburtstag auf https://faitesvotrejeu.org.

Wichtige Hinweise für Pressevertreter*innen

Weitere Informationen & Pressekontakt:
Website der Initiative »Faites votre jeu!«: faitesvotrejeu.org
Website zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld: www.klapperfeld.de
Pressekontakt: 0163 8053959 | gro.u1716081750ejert1716081750ovset1716081750iaf@o1716081750fni1716081750

Bitte beachten:
Wenn Sie vor Ort berichten wollen, freuen wir uns, wenn sie uns darüber im Vorfeld telefonisch oder via E-Mail  informieren. Wenn Sie kommen, geben Sie bitte am Eingang Bescheid.  Alle O-Töne und Fotos sind  genehmigungspflichtig.

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