Offener Brief zu Polizeigewalt bei der Demonstration im Gedenken an den 7. Todestag von Oury Jalloh

Wir verurteilen hiermit aufs Schärfste das massive gewalttätige Vorgehen der Polizei bei der Demonstration im Gedenken an Oury Jalloh in Dessau am 7. Januar 2012. Darüber hinaus fordern wir eine lückenlose Aufklärung der Verstrickungen staatlicher Institutionen in die Vertuschung und Beförderung rechter Gewalttaten bzw. rechter Tendenzen in der Polizei.

Bei der friedlichen Demonstration in Gedenken an den 7. Todestag des in Polizeigewahrsam in Dessau verbrannten Afrikaners Oury Jalloh kam es am Samstag den 07.01.2012 zu heftigen Gewaltausbrüchen von PolizeibeamtInnen. Zahlreiche DemonstrantInnen wurden durch Schläge und den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Die führenden Aktivisten der Oury-Jalloh-Kampagne Komi Edzro, Mbolo Yufanyi und Mouctar Bah gerieten besonders ins Visier der Beamten. Mouctar Bah, Initiator der »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh«, wurde mehrmals von der Polizei in Gesicht und auf den Kopf geschlagen bis er schließlich bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, wo er stationär behandelt wurde.

Die Polizei begründete die gewalttätigen Eingriffe damit, dass die Verwendung des Begriffs »Oury Jalloh, das war Mord« einen Straftatbestand darstelle. Bereits im Vorfeld der Demonstration hatten Beamte Herrn Bah als Anmelder der Demonstration aufgesucht und ihm gedroht, dass er für jegliche Verwendung des Wortes Mord im Zusammenhang mit dem Fall Oury Jalloh zur Verantwortung gezogen werde. Diese Vorgehensweise der Polizei entbehrt jeglicher juristischen Grundlage. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MDZ) schreibt, hatte bereits im Jahr 2006 das Magdeburger Oberverwaltungsgericht mit Verweis auf die im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit entschieden, dass dieser Satz keine Beleidigung, Verleumdung oder ähnliches darstelle (MDZ, 09.01.2012). Auf die Aufforderung der vor Ort anwesenden Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte, Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, konnte keiner der anwesenden PolizistInnen einen gerichtlichen Beschluss in der Sache vorlegen.

Dieser willkürliche und brutale Übergriff von PolizeibeamtInnen ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass auch in Deutschland selbst grundlegende Rechte – insbesondere gegenüber Schwarzen Menschen – oftmals vollständig ignoriert werden.

Der Fall Oury Jallohs selbst kann als Präzedenzfall dafür herangezogen werden, wie Polizei und Justiz Hand in Hand dafür sorgen, dass Polizeigewalt vertuscht wird und straflos bleibt. Dies erkannte auch der Vorsitzende Richter Manfred Steinhoff in seiner Urteilsbegründung zum Fall Oury Jalloh, die mit einem vorläufigen Freispruch der beschuldigten Beamten endete. „Das hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun“, sagte er und beschwerte sich über fehlerhafte Ermittlungen und offensichtliche Falschaussagen von als Zeugen einberufenen Polizeibeamten (AFP, 07.12.2008). Da der Bundesgerichtshof die Urteilsbegründung und Beweisführung ebenfalls anzweifelte befindet sich der Fall derzeit in Revision. Das Vorgehen der Polizei bei der Demonstration am 07.01. gegenüber den führenden Aktivisten der »Initiative im Gedenken an Oury Jalloh«, die eine vollständige Aufklärung des Falles fordert, lässt sich vor diesem Hintergrund nur als Einschüchterungsversuch interpretieren.

Hinzu kommt, dass schon in der Vergangenheit gerade das sehr bedenkliche Verhalten der Dessauer Polizei und des Staatsschutzes in Sachsen-Anhalt rechte Gewalttaten deckte und damit förderte. Schon vor dem Fall Oury Jalloh war das Dessauer Polizeirevier polizeiintern in Kritik geraten, weil es vor allem Schwarze Menschen schikanierte. Um einen Imageschaden zu vermeiden, wurde das Revier angewiesen, »das polizeiliche Vorgehen gegen MigrantInnen auf ein Notwendiges« zu beschränken. Ermittlungen gegen Beamte folgten nicht. Auch die so genannte »Staatsschutzaffäre« in Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 lässt an einem ernsthaften Aufklärungsinteresse rechter Gewalttaten zweifeln. Damals hatte Dessaus Polizeivizepräsident Hans-Christoph Glombitza in einer Besprechung drei Staatsschützern mitgeteilt, dass sie ja »nicht alles sehen« müssten. Die durch ihre Ermittlungserfolge im neonazistischen Milieu bekannt gewordenen rechten Umtriebe in Dessau würden das Sicherheitsbedürfnis der Menschen empfindlich stören und auch kein gutes Licht auf das Land Sachsen-Anhalt werfen.

Anstatt das Land durch Vertuschung vor angeblichen Imageschäden schützen zu wollen, ist es an der Zeit politisch sowie juristisch alle möglichen aufklärenden Maßnahmen zu ergreifen. Angesichts der sich wiederholenden Skandale um Polizei und Verfassungsschutz, zuletzt ihre Verstrickungen im Fall des Nationalsozialistischen Untergrundes, müssen sich die staatlichen Institutionen dem verstärkten Eindruck einer Zusammenarbeit von staatlichen Akteuren und Neonazis entschieden entgegenstellen, wollen sie nicht jegliche demokratische Glaubwürdigkeit verlieren.

Wir fordern Justiz, Polizei und das Innenministerium von Sachsen-Anhalt, sowie sämtliche Politiker_innen in Bund und Ländern zu einer vollständigen Aufklärung von Polizeigewalt auf. Die Straflosigkeit von Polizeibeamten in Deutschland muss ein Ende haben. Wir fordern unabhängige Ermittlungskommissionen sowie ein Ende von Rasterfahndung und anderen rassistisch begründeten Schikanen!

In diesem Sinne: Brecht das Schweigen!
(Slogan der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.)

UnterzeichnerInnen:

Initiative Faites votre jeu! (Frankfurt a.M.)
Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main
frankfurt.postkolonial

Links:

http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/
http://thevoiceforum.org/node/2372
http://www.amnestypolizei.de/

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Die Internationalen Brigaden in San Pedro de Cardeña. Gefängnis und Widerstand.

Ausstellung vom 29. Januar bis 11. Februar im Klapperfeld

Ausstellung mit Fotos, Biographien, Dokumenten etc. zum Konzentrationslager San Pedro de Cardeña, Burgos, Spanien

Die Ausstellung »Gefängnis und Widerstand« versucht, eine von diesen Geschichten an Licht zu bringen, die nicht erzählt werden. Die Geschichte von hunderten Kämpfern unterschiedlicher Herkunft, die dem Ruf zum Kampf für die Freiheit und gegen den Faschismus im Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939 gefolgt sind.

Als letzten Abschnitt ihres Kampfes in Spanien mussten sie die Erfahrung des Konzentrationslagers machen. Doch sowohl im Lager selbst – die Gefangenen organisierten unter anderem eine klandestine Universität – als auch nach ihrer Haftzeit, zum Beispiel in der französischen Résistance, setzten sie ihren Kampf fort.

Das Konzentrationslager San Pedro de Cardeña war von Ende 1936 bis Anfang 1940 in Betrieb. In dem zum Lager umfunktionierten Kloster waren tausende republikanische Antifaschisten eingesperrt, die vor allem im Norden des Landes gefangengenommen worden waren. Viele von ihnen wurden in die siebzehn Zwangsarbeiter-Bataillone gezwungen, die das Lager verließen.

Ab April 1938 wurden Gefangene aus den Internationalen Brigaden hauptsächlich nach San Pedro de Cardeña verlegt: Insgesamt etwa tausend internationale Gefangene mit mehr als vierzig verschiedenen Nationalitäten. Einige von ihnen, vor allem Briten, konnten gegen faschistische Gefangene ausgetauscht werden, der größte Teil jedoch wurde in das Zwangsarbeiterbataillon Nr. 75, das nur für Ausländer vorgesehen war, eingegliedert. Andere wurden von den Faschisten hingerichtet, einige endeten im Konzentrationslager von Miranda de Ebro und viele Deutsche wurden an die Gestapo übergeben.

In der im Klapperfeld zu sehenden Ausstellung werden zum Teil unveröffentlichte Fotos sowie Dokumente aus verschieden Archiven gezeigt, die es ermöglichen, die Biographien und Erfahrungen von einigen der inhaftierten Interbrigadisten nachzuvollziehen.

Die Ausstellung wurde im Oktober 2011 in Burgos das erste Mal gezeigt, um zum 75. Jahrestag der Eröffnung des Lagers San Pedro de Cardeña den Gefangenen und ihrem Kampf gegen den Faschismus ein Denkmal zu setzen. Nun ist sie das erste Mal in deutscher Übersetzung zu sehen.

Öffnungszeiten

Ausstellungseröffnung am 29.01.2012 um 14 Uhr

Eröffnungsveranstaltung mit Nacho García, Initiator der Ausstellung und Verfasser des Blogs »The Jaily News« (http://thejailynews.blogspot.com/), am 29.01.2012 um 15 Uhr. Dabei wird er einen Schwerpunkt legen auf die deutschen Inhaftierten in San Pedro.

Die Ausstellung ist außerdem geöffnet an folgenden Terminen:
Mittwoch, 1. Februar, 10-13 Uhr
Freitag, 3. Februar, 15-18 Uhr
Samstag, 4. Februar, 15-18 Uhr
Mittwoch, 8. Februar, 10-13 Uhr
Freitag, 10. Februar, 15-18 Uhr
Samstag, 11. Februar, 15-18 Uhr

Weitere Infos und Materialen zur Ausstellung findet ihr hier:
www.klapperfeld.de/gefaengnisundwiderstand/

Förderverein zur Unterstützung der Initiative ›Faites votre jeu!‹ und dem Erhalt des Klapperfelds gegründet

Ende November haben Unterstützer_innen der Initiative ›Faites votre jeu!‹ in den Räumen des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main den ›Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung‹ gegründet. Die Website des Vereins findet ihr unter: www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org


Hier die Pressemitteilung zur Vereinsgründung:

Presseerklärung: Förderverein zur Unterstützung der Initiative ›Faites votre jeu!‹ und dem Erhalt des Klapperfelds gegründet

Ende November haben Unterstützer_innen der Initiative ›Faites votre jeu!‹ in den Räumen des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main den ›Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung‹ gegründet.
Zweck und Ziele des Vereins sind

  • die Förderung der Forschung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main und die wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet,
  • die Unterstützung antifaschistischer Erinnerungsarbeit, insbesondere zum ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld,
  • die Auseinandersetzung mit Strukturen, die zur Verfolgung und Repression aufgrund von politisch, »rassischen«, religiösen, nationalen oder sonstigen sozialen Gründen oder Zuschreibungen führen und geführt haben sowie
  • die Verständigung der Menschen jenseits von nationalen, staatlichen oder kulturellen Grenzziehungen und entsprechende Solidaritätsarbeit.

Die Ziele des Vereins sollen verwirklicht werden insbesondere

  • durch den Erhalt des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld und
  • durch die Förderung und Durchführung von Veranstaltungen, Ausstellungen, Forschungstätigkeiten, Publikationen sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Der Verein will eine möglichst große Zahl von Fördermitgliedern gewinnen, durch Spenden und Beiträge sollen die Ziele des Vereins realisiert werden. Die Anerkennung des gemeinnützigen Charakters des Vereins ist beim Finanzamt Frankfurt beantragt.

Als Vorsitzender des Vereins wurde der 63-jährige Sozialarbeiter Walter Schmidt gewählt. Seine Beweggründe: »Ich habe seit Mitte 2009 mit Interesse die Aktivitäten der Initiative ›Faites votre jeu!‹ verfolgt, die das ehemalige Polizeigefängnis als selbstverwaltetes Zentrum führt und interessante Beiträge insbesondere zur Geschichte des Klapperfelds in der Zeit des Faschismus erarbeitet hat. Die Befragung der letzten noch lebenden Zeitzeugen und die Forschung zu den aus dem Klapperfeld Deportierten1 in Verbindung mit der Etablierung eines sozialen Raums haben mich davon überzeugt, dass die Mitglieder der Initiative ihr Projekt mit großem Engagement und Potential verfolgen. Sie bearbeiten einen bisher vernachlässigten Teil der lokalen Geschichte. Darüber hinaus haben sie mit der derzeitigen Nutzung einen Raum für Menschen geschaffen, die sich selbst­bestimmt treffen, organisieren oder politische und kulturelle Initiativen entwickeln. Dies mit dem Förderverein zu unterstützen erscheint mir eine sinnvolle und notwendige Aufgabe zu sein.«

Maja Koster von ›Faites votre jeu!‹ begrüßte die Bildung des Fördervereins und erklärte: »Mit der Gründung des Fördervereins ist ein weiterer Schritt gemacht, um die Arbeit unserer Initiative zu verstetigen und sicher­zustellen, dass diese auch in Zukunft unabhängig weitergeführt werden kann. Die langfristige Nutzung durch ›Faites votre jeu!‹ und der damit verbundene Erhalt des Klapperfelds als sozialer Raum und Ort kritischer historisch-politischer Auseinandersetzung ist einzig durch Abriss- oder Umnutzungspläne bedroht, die immer wieder von Verantwortlichen auf Seiten der Stadt ins Spiel gebracht werden.«

Die Website des Fördervereins ist unter www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org erreichbar. Dort finden sich weitere Informationen zum Verein und die Möglichkeit, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. Sobald die Gemeinnützigkeit anerkannt ist, können sich alle, die Interesse an einer Fördermitgliedschaft haben, dort die entsprechenden Unterlagen und einen Antrag auf Fördermitgliedschaft herunterladen.

Presserechtlich verantwortlich: Walter Schmidt
Erreichbar über Telefon (0152 | 37 22 56 12) und E-Mail (vorstand[ät]geschichtspolitischeauseinandersetzung.org)

  1. Siehe hierzu Pressemitteilung der Initiative »Faites votre jeu!« vom 21.07.2011: http://www.klapperfeld.de/de/archiv/pressemitteilungen/165-pressemitteilung–verschollen-geglaubte-deportationslisten-entdeckt-polizeigefaengnis-klapperfeld-hatte-zentrale-funktion-fuer-deportationen-aus-frankfurt.html[zurück]


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Freitag, 16.Dezember 2011, 18.30 Uhr: Kundgebung anlässlich des Jahrestages des Auschwitz-Erlasses

Foto: www.foerdervereinromaev.de

Der Förderverein Roma e. V. führt am 16. Dezember 2011, 18.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Stadtgesundheitsamt Ffm., Braubachstraße 18-22, durch.

Am 16.12.42 ordnete »Reichsführer SS« Heinrich Himmler im sogenannten Auschwitz-Erlass die Massendeportation von Roma und Sinti in das Konzentrationslager Auschwitz an. Es soll »Ohne Rücksicht auf den Mischlingsgrad familienweise in das Konzentrationslager« eingewiesen werden, hieß es in dem Erlass.

Die Vorstufe zur späteren Vernichtung wurde durch die Erfassung aller im deutschen Reich lebenden Roma und Sinti geschaffen. Robert Ritter, Leiter der „Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes Berlin“ und seine enge Mitarbeiter Eva Justin waren hierfür maßgeblich verantwortlich. Ihre sogenannten »rassenbiologischen« Untersuchungen registrierten minutiös über 20.000 Roma und Sinti. Sie leisteten damit die Voraussetzung für die spätere fabrikmäßige Vernichtung.

Ritter und Justin wurden nach 1945 im Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main als Medizinalrat und Psychologin beschäftigt. Obwohl bekannt war, welche zentrale Funktion beide während der NS-Zeit Inne hatten, bestanden keine Bedenken gegen die Anstellung. Ritter und Justin wurden für ihre Verbrechen nicht verurteilt.

Am 27.1.2000 wurde die durch private Mittel finanzierte Mahntafel am ehemaligen Stadtgesundheitsamt angebracht. Die Behörde ist mittlerweile umgezogen und am Gebäude in der Braubachstraße finden Renovierungsarbeiten statt. Die Tafel befindet sich zurzeit in der Geschäftsstelle des Förderverein Roma e. V. und soll nach Beendigung der Arbeiten wieder an historischem Ort angebracht werden.

Weitere Infos auf: www.foerdervereinromaev.de

Besetzung Siesmayerstraße 70 auf dem Biocampus!

Soeben haben wir erfahren, dass ein Gebäude auf dem Biocampus besetzt worden ist. Das Haus befindet sich am Ende der Siesmayerstraße (Hausnummer 70, Gebäude B). Die Besetzer_innen rufen dazu auf vorbei zu kommen! Bringt eure Freund_innen mit!

+++ UPDATE: Soweit wir wissen, ist die Siesmayerstraße 70 leider bereits wieder geräumt worden. +++

Video von der Räumung der Schumannstraße 60

Weitere Infos zur Besetzung und der Räumung auf:
schlaflosinfrankfurt.blogsport.de

Schumannstraße 60 gestern Nacht brutal geräumt!

Gestern Nacht wurde die Schumannstraße 60 brutal geräumt. Wir solidarisieren und mit den Besetzer_innen und verurteilen die Polizeigewalt!

Aus Solidarität mit der Besetzer_innen und um gegen die Polizeigewalt zu demonstrieren, findet heute Abend eine Demonstration statt. Treffpunkt ist um 19 Uhr vor dem KOZ auf dem Campus Bockenheim. Kommt vorbei!

Ausführliche Informationen findet ihr unter anderem hier:

Indymedia: [Ffm] Brutale Räumung der Schumannstraße 60!:
http://de.indymedia.org/2011/10/318523.shtml

Stellungnahme des Arbeitskreises kritischer Juristen:
http://akjffm.blogsport.de/2011/10/21/akj-frankfurt-verurteilt-den-unverhaeltnismaessigen-polizeieinsatz-waehrend-der-raeumung-der-schumannstrasse-60/

Website der Besetzer_innen:
http://schlaflosinfrankfurt.blogsport.de/

Infos auf Twitter:
http://twitter.com/mietenjawatdenn

Solidarität mit den Besetzer_innen der Schumannstraße 60 im Frankfurter Westend!

Am heutigen Donnerstag, den 20. Oktober haben Studierende der Frankfurter Goethe-Universität nach einer studentischen Vollversammlung auf dem IG-Farben Campus ein leerstehendes Haus in der Schumannstraße 60 besetzt. Mit der Besetzung wollen sie auf den Widerspruch zwischen dem derzeit bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen und dem hohen Leerstand von Gebäuden in Frankfurt verweisen.

Aus der Besetzung der Schumannstraße 60 soll langfristig ein selbstverwaltetes Wohn- und Kulturzentrum entstehen. Dafür laden die Besetzer_innen am morgigen Freitag den 21. Oktober zu einem öffentlichen Plenum in der Schumannstraße 60 ein. Dieses wird um 19.00 Uhr beginnen.
Darüber hinaus wird es in den nächsten Tagen ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Workshops zu Themen der Städte- und Bildungspolitik geben. Das Programm sowie weitere Informationen zur Besetzung findet ihr auf Internetseite von »Schlaflos in Frankfurt«: schlaflosinfrankfurt.blogsport.de

Wer die Besetzer_innen mit Solidaritätserklärungen unterstützen möchte, kann diese an die Adresse moc.o1775450877ohay@1775450877trufk1775450877narf.1775450877solfa1775450877lhcs1775450877 senden.

Solidarität mit den Besetzer_innen der Schumannstraße 60!
Die Häuser denen, die sie nutzen!

Erfolgreiche Ausstellungen zur Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg und dem Franquismus

Im Juli diesen Jahres jährte sich der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs zum 75. Mal. Aus diesem Anlass waren im Klapperfeld für knapp drei Wochen zwei Gastausstellungen zu sehen, die sich mit der Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus beschäftigten. Das Interesse war groß und die Ausstellungen gut besucht: Insgesamt kamen über 300 Besucher_innen zu den Ausstellungen und dem Begleitprogramm.

Alle, die es nicht zu den Ausstellungen im Klapperfeld geschafft haben, können zumindest die Tafeln der Ausstellung »Umkämpfte Vergangenheit. Die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus« auch online ansehen und auf der Website zur Ausstellung als pdf herunterladen: umkaempftevergangenheit.blogsport.de

Weitere Infos, auch zur Fotoausstellung »Carabanchel: Ein franquistisches Gefängnis« gibt es nach wie vor unter www.klapperfeld.de/spanienausstellung

Banner | Ausstellungen im Klapperfeld | 16. September – 6. Oktober 2011: Unkämpfte Vergangenheit & Carabanchel

Offener Brief – Neonazis in Frankfurt: Schmierereien, Übergriffe, schwarze Listen

Seit Monaten treibt eine Gruppe organisierter Neonazis der »Nationalen Sozialisten Rhein-Main« in Frankfurt ihr Unwesen. Nachdem sie zunächst mit rechtsradikalen Aufklebern in Seckbach und Bergen-Enkheim und Nazi-Schmierereien im Nordend auf sich aufmerksam machten, folgten bald die ersten Übergriffe in Bornheim: AntifaschistInnen wurden angegriffen, ein schwarzes Mädchen mit einem Messer bedroht.

Darüber hinaus versuchen die Neonazis immer wieder, vermeintliche AntifaschistInnen zu fotografieren. Offensichtlich mit System: Ein Mitglied der Nazitruppe, so geht aus einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 4. Oktober 2011 hervor, gab im Juli 2011 der Polizei gegenüber an, dass begonnen wurde, Listen mit Fotos, Namen und Adressen von vermeintlichen AntifaschistInnen anzulegen. Seit Juli weiß die Frankfurter Polizei davon und hat weder die Betroffenen noch die Öffentlichkeit informiert.

Werden Neonazis in Ruhe gelassen, nehmen ihre Angriffe zu. Damit sie ihre menschenverachtende Ideologie nicht weiter in die Tat umsetzen können, muss ihnen entgegen getreten werden. Das vielfach gehörte Argument gegen antifaschistische Gegenwehr, diese führe zu einer »Gewaltspirale«, ist falsch und wurde in der jüngsten Vergangenheit immer wieder widerlegt, zum Beispiel jüngst in Dresden. Antifaschismus in notwendig und muss Neonazis am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in der Öffentlichkeit immer wieder aus der Deckung holen. Nur so können sich Menschen vor ihnen schützen, nur so können sie ihnen zeigen, dass sie mit ihnen nichts zu tun haben wollen; und nur so werden Neonazis in ihrem Handeln eingeschränkt. Die Geschichte zeigt: Wer Neonazis Rückzugsräume lässt, lässt ihnen Raum, ihre nächsten Gewalttaten zu planen.

Hetze gegen GriechInnen in der BILD-Zeitung und der FDP, anti-muslimischer Rassismus bei Thilo Sarrazin und den Frankfurter »Freien Wählern« – Neonazis fallen nicht vom Himmel. Ihre Ideologie der Ungleichheit wurzelt in der Mitte der Gesellschaft. Aktiver Antifaschismus richtet sich auch dagegen. Er ist nicht Teil einer imaginären »Gewaltspirale«, sondern die Bedingung dafür, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Ausrichtung, am demokratischen Meinungsbildungsprozess beteiligen können.

Wir, die UnterzeichnerInnen, fordern:

  • Eine umfassende Information der Öffentlichkeit über die Nazi-Aktivitäten in Frankfurt!
  • Keine Entpolitisierung rechtsradikaler Übergriffe – gegen die Gleichsetzung von Rechts und Links!
  • Die antifaschistische Selbsthilfe organisieren!

Erstunterzeichner_innen:

Antifaschistisches Kollektiv Mainz
AStA FH Frankfurt
autonome antifa [f]
Danilo Starosta, Sachsen
Initiative Faites votre jeu!, Frankfurt
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark, Berlin
Initiative ipunkt, Neu Isenburg
Jusos Frankfurt
Mechthild Gunkel, Pfarrerin für Friedensarbeit, Zentrum Ökumene der EKHN
Nadja Rakowitz
noborder-Gruppe Frankfurt
Prof. Dr. Klaus Herding, Goethe-Universität Frankfurt
Redaktion express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

Offener Brief als pdf: download

Wenn ihr den Brief unterzeichnen möchtet, könnt ihr uns gerne eine E-Mail schreiben: faitesvotrejeu[ät]yahoo.com

Den Artikel aus der Frankfurter Rundschau von 4. Oktober 2011 findet ihr hier: Steckbriefe gegen die »Volksverräter«

Lieber Hans, alles Gute zu deinem 104. Geburtstag!

Hans Schwert, 2009 (Foto: Arbeitskreis Geschichte)

Heute wird Hans Schwert 104 Jahre alt. An dieser Stelle möchten wir ihm gratulieren und danken! Hans Schwert kämpfte als Antifaschist, Gewerkschafter und Kommunist gegen die Nazis. Nach dem Machtantritt der NSDAP im Jahre 1933 setzte er seinen Widerstand im Untergrund fort. Im August 1936 wurde er verhaftet. Bis zur Befreiung durch die Alliierten saß Hans Schwert in verschiedenen Gefängnissen, davon ein Jahr im Klapperfeld.

Auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs führte er sein politisches Engagement fort. Als Zeitzeuge berichtete er über seine Erfahrung als Gewerkschafter und Kommunist in den 20er und 30er Jahren und von der Verfolgung durch die Nationialsozialist_innen. Noch im Alter von 99 Jahren hielt er am 7. Juli 2007 auf dem Römerberg eine Rede, um gegen einen an diesem Tag stattfindenden Aufmarsch von Neonazis im Stadtgebiet zu demonstrieren. Im vorletzten Jahr nahm er am 8. Mai an einer Gedenkfeier vor dem Nieder Friedhof anlässlich des Jahrestags der Befreiung vom Faschismus teil.
Das Interview mit Hans Schwert kann auf der Website zur Geschichte des Klapperfelds und in unserer Ausstellung angesehen werden: www.klapperfeld.de/de/ausstellung/zeitzeuge-hans-schwert.html

Ausstellungen: Umkämpfte Vergangenheit & Carabanchel

Ausstellung
Umkämpfte Vergangenheit. Die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus

Im Juli 2011 jährte sich der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs zum 75. Mal. Mit dem letztlich siegreichen Putsch der Militärs um General Francisco Franco fand die Spanische Republik ihr Ende. Als weltweites Symbol des Aufbruchs und als vorweggenommener Kampf gegen den Faschismus ging mit der Republik auch ein Stück Hoffnung unter. Dem Sieg der Franco-Truppen im Frühjahr 1939 folgte lang anhaltende Repression, die in den Gebieten besonders heftig war, in denen die Arbeiter_innen­bewegung und die sich vom groß-spanischen Nationalismus distanzierenden Unabhängigkeitsbewegungen am stärksten waren. Erst nach dem Tod Francos fand die Diktatur 1977 ihr Ende und ging unter Beteiligung der alten Eliten aus Militär, Verwaltung, Wirtschaft und Polizei in eine parlamentarische Monarchie über. Doch der Übergang zur bürgerlichen Demokratie wurde mit der Straffreiheit der franquistischen Täter_innen und einem staatlich gepflegten Vergessen erkauft. Dieses Schweigen hatte von Anfang an Risse. Es dauerte aber bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, bis sich die Unzufriedenheit steigerte, mehr und mehr Menschen nach dem Schicksal ihrer Verwandten fragten und überall im Land erinnerungspolitische Gruppen entstanden, die Massengräber exhumieren und den Kampf gegen das Vergessen antreten.

Als Ergebnis einer zweiwöchigen Reise ins spanische und französische Baskenland sowie Katalonien hat die AG Geschichtspolitik des Vereins Grenzenlos e.V. eine Ausstellung zur Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs und des Franquismus entwickelt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Erinnerung an Bürgerkrieg und Franquismus.

Auf insgesamt 17 Tafeln wird neben der Geschichte des Bürgerkriegs im Allgemeinen kurz die Geschichte einzelner Regionen (Baskenland, Katalonien und Südfrankreich) im Bürgerkrieg und danach vorgestellt und dann auf spezifische Erinnerungsorte und -projekte eingegangen. Der Fokus liegt auf der Darstellung unterschiedlicher erinnerungspolitischer Zugänge, die je nach politischem Kräftegewicht und regionaler Geschichte variieren. Mit der Ausstellung wird neben dem Bürgerkrieg vor allem die umkämpfte Erinnerung im spanischen Staat thematisiert, deren unterschiedliche Akteure beleuchtet werden.

Weitere Infos auf umkaempftevergangenheit.blogsport.de und www.verein-grenzenlos.net

Fotoausstellung
Carabanchel: Ein franquistisches Gefängnis

Der Kampf der putschenden Militärs und Faschist_innen gegen die Spanische Republik war von Anfang an durch brutale Repression gegenüber dem politischen Gegner gekennzeichnet. Auch nach Ende des Krieges waren Massentötungen, Konzentrationslager, Zwangsarbeit, Folter und Gefängnis die Antwort des «Neuen Staates» auf die republikanische Tradition.

Kurz nach Ende des Krieges entschied Generalísimo Franco, im Madrider Stadtteil Carabanchel ein neues Männergefängnis für 2000 politische Häftlinge bauen zu lassen. Als Zwangsarbeiter mussten die Gefangenen ihr Gefängnis selbst bauen, das im Juni 1944 fertiggestellt wurde. Während der fast vierzig Jahre dauernden Diktatur (1939-75) wurde Carabanchel zum Symbol der Repression, die all diejenigen traf, die für die Republik oder die soziale Revolution gekämpft hatten. Viele zum Tode Verurteilte verbrachten in Carabanchel ihre letzten Stunden. Doch die Haftbedingungen waren auch für die anderen Häftlinge miserabel. Zur Folter und den Misshandlungen durch die Wärter kamen Epidemien, die sich aufgrund der schlechten hygienischen Zustände rasch ausbreiteten.

In den letzten Jahren des franquistischen Regimes und während des Übergangs zur bürgerlichen Demokratie war Carabanchel Ort zahlreicher Häftlingsaufstände. Beschlossen auf offenen Versammlungen, forderten die Gefangenen unter anderem Amnestie, eine Reform des Strafrechts und die Entlassung faschistischer Gefängnisfunktionäre.

Auch nach Ende des Faschismus wurde das Gefängnis weiter genutzt. Erst nachdem der Direktor öffentlich eingestanden hatte, dass die Zustände in Carabanchel untragbar seien, wurde das Gefängnis am 11. September 1998 geschlossen – 54 Jahre nach seiner Eröffnung.

Trotz der Proteste ehemaliger Häftlinge und verschiedener Organisationen, die im ehemaligen Gefängnis ein «Zentrum der Erinnerung» einrichten wollten, wurde Carabanchel 2008 abgerissen.

Kurz zuvor ist Arantxa Ramos noch einmal in das Gefängnis gelangt und hat die Reste einer Periode fotografiert, die dem Vergessen preis­gegeben wird. Ihre von Hand entwickelten Fotografien sprechen trotz der Geschichte, die sie verkörpern, eine eigene Sprache. Sie tragen keine Erklärungen, sondern stehen für sich, geben Raum für die «Erinnerung» an die Repression unter dem franquistischen Regime.

Öffnungszeiten

18. September – 6. Oktober 2011

Ausstellungseröffnung: Die Ausstellung «Umkämpfte Vergangenheit. Die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus» und die Fotoausstellung «Carabanchel: ein franquistisches Gefängnis» werden am Sonntag, den 18. September 2011 um 14 Uhr im Klapperfeld eröffnet.

Dienstag, Donnerstag: 17 – 20 Uhr
Mittwoch: 10 –13 Uhr
Samstag, Sonntag: 15 – 18 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Während der Öffnungszeiten kann auch die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds besucht werden.

Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail: info[ät]klapperfeld.de

Begleitprogramm

Zur Zeit laufen noch Anfragen für weitere Begleitveranstaltungen. Sobald neue Termine feststehen, werden sie hier online gestellt.

Sonntag, 18. September 2011
20.30 Uhr // Open-Air-Kino im Knasthof: Der Film handelt von einem jungen englischen Kommunisten der 1936 nach Spanien geht, um an der Seite der Republikaner_innen gegen Francos Faschist_innen zu kämpfen.
Dort angekommen, muss er jedoch feststellen, dass ein Teil seiner Genoss_innen lieber interne Machtkämpfe führt, als für die Freiheit zu kämpfen – und auch der Krieg ist nicht so, wie er ihn sich immer vorgestellt hat. Trost und neue Hoffnung findet er nur in der Liebe zu einer Kämpferin der kommunistischen Miliz. Der Film schafft die Gratwanderung zwischen Lovestory und der Rekonstruktion historischer Ereignisse. (108 min, Englisch, Spanisch, Katalanisch mit deutschen Untertiteln) Filmbeginn bei Dämmerung, bei schlechtem Wetter drinnen.

Montag, 19. September 2011
18.30 Uhr // Vortrag und Diskussion mit Benjamin Ortmeyer: »Deutschland im Spanischen Bürgerkrieg«.
Ein Überblick über Vorgeschichte und Verlauf des Spanischen Bürgerkriegs mit einem Schwerpunkt auf der Rolle des NS-Regimes und den Internationalen Brigaden andererseits. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zu den beiden Gastausstellungen zum Spanischen Bürgerkrieg und Franquismus im Klapperfeld.

Sonntag, 25. September 2011
20.00 Uhr // Dokumentarfilm: Zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs 1936 verließen mehr als 300 Juden Palästina, um in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus zu kämpfen.
Viele von ihnen waren jüdische Kommunisten und davon überzeugt, dass der Faschismus nicht nur das größte Übel für die Juden, sondern der Menschheit überhaupt sei. Ihr Einsatz stieß in der zionistischen Gemeinschaft sowie in der Kommunistischen Partei auf Widerstand und auch die Familien der Freiwilligen verstanden diesen Einsatz oft nicht. In der Dokumentation kommen unter anderem Menschen zu Wort, die gerade erst dem Nationalsozialismus in Deutschland entkommen waren, und weitere der letzten heute noch lebenden Freiwilligen und deren Familienangehörigen zu Wort. (56 min, deutsche Synchronfassung)

Donnerstag, 29. September 2011
20.00 Uhr // Dokumentarfilm: Der Film behandelt die Spanische Revolution und wirft einen Blick auf die anarchistische Bewegung in Spanien.
Der Film zeigt bislang wenig bekannte Seiten der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die sich während des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 in jenen Gebieten zutrugen, die in der Hand der Republikaner_innen waren. 30 Aktivist_innen der Spanischen Revolution berichten als Zeitzeug_innen aus den Reihen der Anarchist_innen über ihre Erfahrungen. (95 min, deutsche Synchronfassung)

Weitere Informationen auf www.klapperfeld.de/spanienausstellung